Was ich dir für deinen Start in die Meditation mitgeben möchte. Teil 1


Wenn du dich die ersten Male zur Meditation hinsetzt, wirst du wahrscheinlich erst einmal deine Gedanken nur noch deutlicher wahrnehmen. Vielleicht hast du innerlich ein Bild vor Augen, wie ein Meditationssitz aussieht und was eine Person, die meditiert, macht oder eben nicht macht.


Nichts von dem trifft vermutlich auf dich zu. Und wenn du den Timer auf 20 Minuten oder gar mehr gestellt hast, voller Ambition "richtig" zu meditieren, magst du wahrscheinlich schon nach 3 Minuten aufstehen: Weil es nicht ist, wie es sein soll.


Vielleicht meditierst du mit einer Stimme, die dich anleitet und dein Geist lamentiert fortlaufend, dass das doch alles totaler Quatsch ist, was diese Person sagt. Dass du das nicht kannst. Dass das nichts für dich ist.


Bevor du der Meditation den Rücken zukehrst und aus Scham immer nur negativ darüber redest, wenn das Gespräch mit anderen darauf kommt: Du bist bist jetzt, in diesem Moment wo du sitzt und gehen willst, gut, so wie du bist.


Wenn es sowas wie ein "richtig" gibt, dann tust du genau dieses "richtig".


Die Meditation verlangt nichts vor dir. Keinen bestimmten Sitz. Keinen stillen Geist. Keine "mindestens 20 Minuten am Tag". Es reicht, dass du hier bist.


Es reicht, dass du in diesem Moment für dich sitzt, mit der Absicht zu Meditieren.


Und dafür reicht es für dein Einstieg - und auch grundsätzlich - , dass du den Moment wahrnimmst wie er ist, so wie es ist. Und wahrnimmst, was los ist - absolut ehrlich und ungeschminkt.


Und daran brauchst du auch nichts verändern. Du darfst nur sitzen, wahrnehmen und deinen Körper atmen lassen.


Es reicht, dass du für einen Moment länger bleibst. Nur für einen Moment mehr, als dein erster Impuls dir sagt, es ist Zeit zu gehen.


Sitze so, dass du schmerzfrei sitzen kannst, also gerne auch gegen Wand gelehnt oder auf einen Stuhl mit beiden Füßen am Boden (Das mache ich selbst auch oft.).


Beobachte wie dein Körper atmet. Und wiederhole den Satz “So wie es ist, ist es ist genug. So wie ich jetzt bin, bin ich ich genug.”.


Deine Beobachtung des Atems und die Wiederholung dieses Satzes gibt deinem Geist genug zu tun für den Moment um in den Moment zu kommen, so wie er ist. Raus aus der Vergangenheit und Zukunft, zurück in den Moment im Hier und Jetzt.


Und deine eigene sanfte, freundliche Stimme, die "So wie es ist, ist es ist genug. So wie ich jetzt bin, bin ich genug.” zu dir selbst spricht, ist Balsam für diesen Moment. Warte es ab, was passiert, wenn du diesen Satz für dich in weicher, warmen, gerne auch nach außen hörbarer Stimme, wiederholst.


Bleibe so lange, dass du am nächsten Abend oder nächsten Morgen wiederkommen mag. Erzwinge nichts, du hast Zeit.


Sage "Danke." zu dir selbst am Ende, egal ob es eine, fünf oder zehn Minuten waren.


Priorisiere für dich das Zurückkommen: Für den Anfang ist Regelmäßigkeit wichtiger als die Dauer.


Komme wieder und starte neu, ohne Anspruch auf mehr oder besser. Jede Meditation ist neu.


Du bist immer gut, so wie du bist. Die Meditation ist für dich da, so wie du bist. Sie stellt keine Bedingungen, sie lädt nur ein. Und jede Einladung hat Zeit.


Für jetzt: “Du bist genug, so wie du bist. Es reicht aus, wie es ist. Es zählt, dass du hier bist.”


Namaste.



Foto: Katie Barret




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Hej hej!

 

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Deine Yvi