• Yvonne Landmann

… then take action!

Hier eine Situation, die dir sicher auch bekannt ist:

Du sitzt im Flieger, die Stewardess steht im Gang und klärt vor dem Start die Passagiere über die Sicherheitsvorkehrungen auf: »Im Falle eines Druckverlusts, ziehen Sie die Sauerstoffmaske zuerst AN SICH heran und helfen sie DANACH anderen Passagieren!«


Bestimmt kannst du dir schon denken, worauf ich mit diesem Beispiel hinauswill 😊


Wie häufig ziehst du dir im Alltag als erstes die Sauerstoffmaske auf? Wie oft rettest du zuerst dich selbst, bevor du deinen Mitmenschen zur Hilfe eilst? Immer? Manchmal? Selten? Nie?


Im Alltag erleben wir alle immer wieder, wie wir die Bedürfnisse und das Wohlergehen unseres Gegenübers vor unsere eigenen stellen. (Und obwohl ich davon weiß, geht es mir auch heute noch manchmal so und ich ertappe mich dabei, meine Bedürfnisse hinten anstellen zu wollen. Mein Körper reagiert dann prompt und warnt mich vor: Ich werde plötzlich innerlich “grummelig” und würde mich am liebsten von allem abschotten, nichts mehr hören oder sehen.)


Warum wir das tun und warum es so essenziell wichtig ist, seinen eigenen Bedürfnissen mehr Raum zu geben, erfährst du in diesem Blogbeitrag.


Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die uns aus unserer eigenen Bahn werfen und uns daran hindern, bei uns selbst zu bleiben.

  • Der stressige Job der Partnerin und unser Bedürfnis, ihr unbedingt etwas Gutes tun zu wollen.

  • Der Streit des befreundeten Pärchens, den man schlichten möchte.

  • Das Sorgen und Kümmern um die Familie, weil wir glauben, dass ohne uns nichts läuft.

  • Die unerfüllten Träume der besten Freundin, für die man eine Lösung sucht und immer wieder mitdenkt und weiterentwickeln will.

Findest du dich in einem der Beispiele wieder und siehst die verbindenden Elemente?


Es geht um die Rettung eines anderen. (Und wenn man einen Schritt weiter denkt, dann geht es darum, dass immer ein »Außen« zwischen uns und unserem Inneren steht. Anstatt uns also mit uns selbst zu befassen, uns unserer eigenen persönlichen Entwicklung zu widmen, kümmern wir uns um Dinge, die dagegen sprechen.)


Im Flugzeug verstehen wir ganz leicht: Wir können erst dann für andere da sein, wenn wir vorher für uns selbst da sind und Stabilität geschaffen haben. Warum fällt es uns im Alltag so schwer, nach demselben Prinzip zu leben?


Wie du dich in der Komfortzone selbst sabotierst

In meinen Mentoringsessions begegne ich Beispielen wie denen oben immer wieder und obwohl so liebevoll gemeinte Gründe hinter all den Hilfsangeboten stecken: Sie alle lenken in erster Linie von uns und unserem persönlichen Wachstum ab.


Warum das Kümmern um andere leichter fällt, als das Kümmern um sich selbst — dazu gibt es sicher unterschiedliche Theorien. Hier ist meine:


Wenn wir beim Anderen sind, richten wir unseren Fokus automatisch auf ihn und von uns selbst weg. Gerade dann, wenn in uns Themen schlummern, die etwas komplexer und tiefer sind und die Arbeit und Energie (oder vielleicht ein paar traurige Erkenntnisse und Tränen) bedeuten könnten, ist es sehr viel bequemer, sich mit den Problemen anderer Menschen abzulenken. Den geliebten Menschen zu unterstützen lässt uns allerdings schwanken, instabil werden und die Balance verlieren. Du merkst: Ein Teufelskreis. Ob es der Partner, die Schwiegermutter oder Kollegin ist: Unterstützung eines anderen, raubt immer auch einen Teil unserer eigenen Energie. Energie, die wir vielleicht gerade sehr dringend für die eigenen Themen bräuchten.


Warum helfe ich den anderen? Damit ich nicht bei mir selbst hinschauen muss?


Auf meiner neuen Webseite habe ich auf der Startseite ein paar meiner Überzeugungen für dich zusammengestellt.



Drucke dir diesen Spruch aus, mache ihn zu deinem Mantra! Wenn DU mit dir verbunden bist, dich in deinem Sein und Wesen “etablierst”, stabil und geerdet mit dir und deinem ICH bist, hast du alles in dir, um in Aktion zu gehen. Dann, wenn du die Sauerstoffmaske zu dir ziehst, wieder frei atmen und sein kannst, ist es dir möglich, eine wahre Hilfe für dein Umfeld zu sein.


DU brauchst dich. Dein ICH braucht dich. Und der andere, der braucht ein DU, das voll und ganz bei sich ist.


Hier ein Tipp für dich: Setz dich aufrecht hin, atme sanft und bewusst ein und aus. Beobachte deinen Atem, ohne dass du ihn beeinflusst. Lasse ihn sein wie er ist. Und stelle dir lediglich vor, dass du mit jeder Einatmung das einatmest, was dir gerade gut tun würde (z.B. Entspannung, Vitalität). Mit jeder Ausatmung lässt du los, was gerade nicht gebraucht wird (die To-Do Liste, den Ärger von einem Streit früher am Tag). Nutze das, was daraus nach drei Minuten für dich entstanden ist, für DICH.



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Hej hej!

 

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Deine Yvi